Crazy Community auf Sizilien

Natur lieben wir und bodenständiges Leben ist heutzutage selten zu finden. Auf Sizilien gibt es einen Adventure Hill, wo sich viele deutsche (und nicht nur) Aussteiger zusammenfinden. Eine tolle Atmosphäre wo alle zusammen und füreinander kochen, ab und zu einige Projekte zusammen angehen und jeden Abend zusammen am Feuer sitzen, singen und Gitarre spielen. Es gibt kein Trinkwasser vor Ort und die Hygienebedingungen sind dürftig. Doch auch das war eine interessante Erfahrung für unsere Familie.
Hier findet man viele alternative Menschen und es macht einen riesigen Spaß sich auszutauschen und seine Horizonte zu erweitern.

Auch diesen Geheimtipp legen wir gerne Aussteigern und alternativen Persönlichkeiten sehr ans Herz. Eco Aventure (www.Eco-Adventure.Org) hat seinen ganz besonderen Flair.

Griechenland im Winter

Vor der Reise dachten wir, dass wir viel öfter eine Ferienwohnung oder ein Haus mieten würden. Einfach um der Enge im Bus zu entfliehen. Doch das war gar nicht so oft nötig als gedacht. Bei gutem Wetter macht man die Schiebetür auf und die Welt ist dein Zuhause.

Auf den harten Lockdown in Griechenland waren wir allerdings gut vorbereitet und haben uns um ein kleines Häuschen in einer süßen Community gekümmert. So landeten wir für ganze drei wunderbare Monate auf der Insel Korfu.

Wir lernten so viel und fanden Zeit für uns selbst. Nun haben wir eine zweite kleine Familie in Griechenland und ein Basecamp in unserem Leben. Solche Orte sind einzigartig und so bereichernd.

Wir haben hier so viel fürs Leben gelernt. Ein Geheimtipp für Vanlifer, Digitalnomaden oder einfach Reisende.

Einbruch im Van

Beim Ausbau unseren Sprinters haben wir bewusst auf eine Alarmanlage verzichtet.
Warum?
– es ist ein großer Kostenfaktor
– man muss ständig aufpassen, dass man das Ding nicht versehentlich selbst auslöst
– wie mehr Technik, desto mehr geht kaputt
– wir lassen oft das Auto bewusst offen, wenn wir uns am Ort sicher fühlen
– denn der Glaube an das Gute muss gelernt sein

Oft haben wir von dreisten Einbrüchen gehört. Ein Reisepärchen erzählte uns, dass im Laufe von einem halben Jahr sogar drei Mal in deren Van eingebrochen wurde.

Wir haben uns zwei Verstecke im Van gebaut, die ein Dieb erst mit großer Mühe finden würde. Dafür haben die meisten Diebe keine Zeit. Das war auch unsere Rettung, als in Rom unsere Scheibe auf einem Parkplatz eingeschlagen wurde. Die wichtigsten Sachen sind im Versteck geblieben. Nur ein paar technische Geräte wurden entwendet, die wir aus Faulheit nicht in den Versteck gepackt haben. Anscheinend hatte der Dieb die Sachen nötiger als wir.

Diese Erfahrung macht man ungern und man braucht danach eine ganze Weile bis man das Vertrauen in fremden Menschen wieder aufbaut.

Wir haben immer noch keine Alarmanlage. Doch schlaue Vanlifer helfen sich. Einen guten Tipp haben wir erhalten und so nutzen wir nun zwei Fahrradschlösser, wenn wir irgendwo stehen wo es eventuell unsicher ist. Von Innen nutzen wir ein kleines Fahrradschloss, welches das Lenkrad und die Fahrertür miteinander verbindet und verschließt. So kann man die Tür von außen nicht öffnen, auch wenn die Scheibe eingeschlagen wird. Das zweite große Fahrradschloss verschließt von außen die Schiebetür und die Beifahrertür an den Griffen. So lässt sich beides auch nicht öffnen.

Unsere Erfahrungen zum Thema Einbruch seht ihr in diesen Videos.

Ab Min. 15 – Abschließen mit Fahrradschlössern

Der bessere Hund – Straßenhund

Vanlife bringt viele Abenteuer und manchmal auch kleine Wunder mit sich.

Als Hundeliebhaberin und Tierpsychologin durch Länder zu reisen, ist mental nicht immer einfach. Viele Straßenhunde kreuzen den Weg. Viele sind krank, halb verhungert und manchmal sogar tot am Straßenrand. Besonders hart sowas zu sehen, weil uns bewusst ist, wie intelligent diese Wesen sind.

Oft habe ich mitbekommen wie wenig sich Menschen vor dem Hundekauf Gedanken machen. Das Wort „Hundekauf“ dürfte es meiner Meinung gar nicht geben. Genau so wenig wie es Hundezüchter geben sollte.

Der Mensch möchte einen treuen Begleiter durchs Leben und orientiert sich dabei auf eine Rasse? Das ist doch genau so beschränkt als würde man seinen Lebenspartner nach einer bestimmten Nationalität oder Religionsangehörigkeit aussuchen. Es ist absurd zu sagen, dass alle „Golden Retriever“ familienfreundliche Wesen sind. Auch Hunde sind Individuen mit eigenen Macken und Charaktereigenschaften. Man muss wissen, dass auch bei Rassen verschiedene Schichten der Zucht gibt. Es gibt die Arbeitslinie und die Showlinie. Und das ist erst die erste Schwierigkeit.

Fragt euch bevor ihr Euch einen Hund anschafft ob es unbedingt eine bestimmte Rasse sein muss.

Einen Hund adoptieren ist nicht das selbe wie kaufen

Unsere eigene Hündin war eine Straßenhündin und war schon immer ein super soziales Wesen. Das bedeutet sie hat Respekt vor Menschen und versteht sich mit Hunden und anderen Tieren. Das macht einem Halter das Leben sehr angenehm.
So oft wurde uns bestätigt, das Straßenhunde einfach die besseren Hunde sind. Sie lernen super schnell und sind sozialer. Das ist der Evolution zu verdanken.
Sie orientieren sich an dem Menschen, können wunderbar Betteln, sind freundlich und sehr schlau. Anders überleben sie nicht auf der Straße.

Wenn man so ein Tier adoptiert, welches einen schwierigen Start im Leben hatte, sind sie einem so dankbar. Das ganze Leben lang.


Da sie nicht gezüchtet werden, sind sie robuster und gesünder als Rassehunde.
Sie kosten meistens nur ein Schutzgeld und man ist während eines Hundelebens viel weniger beim Tierarzt.
Und trotzdem gehen die Leute zum Züchter um sich „den perfekten oder maßgeschneiderten“ Hund auszusuchen.
Oder noch schlimmer, sie kaufen einen günstigeren Rassehund aus dem Kofferraum. Diese werden unter schlimmster Bedingungen gezüchtet, zu früh von der Mutter getrennt, was einen langen Rattenschwanz von Verhaltensproblemen und Krankheiten
mit sich bringt.

Glaubt mit, der perfekte Hund und Begleiter, wird zu oft übersehen oder einfach stehen gelassen.

Ein kleiner Welpe – etwa drei Monate alt – hat uns in Ungarn gefunden. Hier ist eine kleine Geschichte von einer unglaublichen Überlebenskünstlerin.

Am Ende zählt nur die Freundlichkeit

Homescooling

…läuft nicht immer

Morgens weckt mich ein strahlendes Lächeln meiner Tochter. Wir nehmen uns Zeit und kuscheln gemeinsam. Irgendwann stehen wir auf. Die Mädels spielen gemütlich bevor wir gemeinsam frühstücken. Drei bis vier Mal die Woche, so gegen 9:30 packen wir die Schulsachen raus. Dank Corona und verständnisvollen Lehrern, haben wir trotz der Abmeldung von der Schule den regelmäßigen Kontakt zu den Pädagogen und kriegen die Arbeitspläne. Das ist unser Leitfaden.

Wie wird es heute laufen, frage ich mich. Unsere Rosalie wäre jetzt in der 1. Klasse. Den Klassenraum hat sie nie von innen gesehen. Trotzdem oder vielleicht genau deshalb, ist sie jedes Mal motiviert und erledigt Aufgaben in Nu. Ist es Begabung oder ist ihre großen Schwester einfach ein Vorbild?
Milana wäre jetzt in 3. Klasse. Sie kann so viel, wenn sie will. Sie hilft Rosalie immer wieder und erklärt besser als wir Erwachsenen es jemals könnten. Für uns ist das ein Segen. Für Milana ist das ihr Leid. Denn so vernachlässigt sie ihre Aufgaben.

Rosalie wird schneller fertig, freut sich und geht spielen. Die große sitzt danach noch total demotiviert und hat noch einen Berg an eigenen Sachen, die bearbeitet werden müssen. Einerseits ist es fabelhaft, wenn die Geschwister sich gegenseitig unterstützen. Andererseits wandert Milanas Nase ständig von einem Heft ins andere. Wir haben es versucht mit Trennwand, Ohrstöpseln und Auseinandersetzen. Sie lenkt sich einfach zu gerne ab und mein großes Töchterchen, was vor einer Stunde mich so süß angestrahlt hat, wird hysterisch, selbstbemitleidend oder sie wird zum wütenden Beast.

Das schwierige Level von Homeschooling ist erreicht. Ich sitze neben Milana, muntere sie auf und schaue ihr auf die Finger, damit sie sich nicht ablenkt. In der Zeit darf ich nichts anderes machen, sonst lenkt sie sich sofort wieder ab. Es wird gelobt und motiviert.

Und am Ende wird alles gut. Doch wie kriegen wir das hin ohne Lernschmerz auszukommen?

Eine buddhistische Weisheit sagt: Schmerz ist Fakt. Das Leiden ist die eigene Wahl.

Während unserer Reise sammeln wir so einige Erkenntnisse und widmen dem Thema „Schule unterwegs“ ein ganzes Video.

Der Abschied

Sich vom Haus, Auto und den ganzen materiellen Gegenständen zu lösen ist uns ziemlich leicht gefallen. Nun musste man sich endlich die Zeit nehmen, um alle Dinge zu sortieren, zu verschenken, zur Aufbewahrung da zu lassen bis wir irgendwann wieder da sind, Unbrauchbares wegzuschmeißen. Es wurde tagelang gemacht und getan und es waren immer noch so viele Sachen um uns herum. Wie konnte sich so viel ansammeln? Wir haben doch regelmäßig ausgemistet. Wofür haben wir das noch? Braucht kein Mensch sowas und vieles noch in doppelter Ausführung. Je leerer es um uns wurde, desto befreiter fühlten wir uns.
Eins ist uns jetzt deutlich geworden. Je mehr man besitzt, desto mehr Zeit und Lebensenergie verschwendet man, um diese zu sortieren, einzuräumen, sauber zu machen und vor allem diese zu suchen. Unser „Komfort“ hat einen hohen Preis. Den Tausch einzugehen, Luxus gegen Befreiung, erscheint uns sinnvoll.

Eine ganz andere Nummer

ist es, wie im Buch vom Paolo Coelho „Der Alchimist“ als Hirte, seine liebsten Schafe zu verlassen. Unsere liebe Familie war jahrelang in unmittelbarer Nähe. Die Kinder sind wie Geschwister miteinander aufgewachsen, sind zusammen zur Schule gegangen und waren für einander da.

In letzter Zeit hatten wir viel um die Ohren und haben unsere Liebsten vernachlässigt. Umso mehr ist uns bewusst geworden, was für tolle Freunde wir haben. Unsere Kinder wurden beschäftigt und verpflegt, damit wir mit unserem Ausbau voran kommen. Wenn wir mit unseren Freunden tagelang kaum gesprochen haben und deren Einladungen verschieben mussten, (es gibt immer was zu tun bei so einem großen Projekt) haben sich unsere Freunde angekündigt,  sind bei uns aufgetaucht, um einfach gemeinsame Zeit zu verbringen.

Echte Freunde sind bereit anzunehmen, wenn man sich verändert. Wir haben verzweifeltes Unverständnis in den Augen vieler unserer nahestehenden Menschen gesehen, als wir über unsere Reise aufgeklärt haben. Doch nur einzelne haben diese Entscheidung angenommen und toleriert, ohne begreifen zu müssen. Wir wurden unterstützt so gut es geht und bei allem was an Aufgaben angefallen ist. Und wir mussten noch nicht einmal darum bitten. Wir sind so dankbar für alles. Der Abschied fällt schwer.

Alle waren sie da

Wir haben uns umarmt und verabschiedet. Wir fahren los und nach einer Minute fangen beide unsere Mädels unerwartet an aus tiefster Seele zu weinen. Sie erkannten, dass wir uns alle wohl nicht all zu bald wieder sehen werden. Jetzt ist wirklich allen bewusst geworden, was uns bevor steht. Diese Traurigkeit fühlte sich richtig an. Wir Eltern waren froh, das die Kinder diesen wichtigen Moment begriffen und gefühlt haben.

Endlich losgefahren

Mit Anlaufschwierigkeiten und Verzögerung begann unsere Reise Richtung Schweden. Eine Testfahrt blieb uns -dank Corona- verwehrt. Am 8. Juni 2020 ging es dann endgültig los nach Rostock. Mit der Fähre sind wir nach Trelleborg gefahren. Nach der Ankunft sind wir weitere 1,5 Stunden Fahrt auf sich genommen und einen See zum Nächtigen angesteuert. Am nächsten Tag stand nämlich Remote-Arbeiten auf dem Programm, also sind wir für einen Tag geblieben.

Gesetz der ersten Tage

Mehrfach haben wir die Erfahrung gemacht, die ersten beiden Tage eine Reise sind nicht so toll. Auch hier haben wir darauf gewartet, doch glücklicherweise gab es keine negativen Vorfälle. Zwar ist der See nicht der schönste, aber alles ist voll okay.

Südschweden – der eigene Weg durch die Coronazeit

Morgens in der Früh versammelten sich am See hunderte von Kindern. Alle sind mit dem Fahrrad gekommen. Ein Schulausflug der ganzen Schule?

Es ist zwar ein Schild mit dem Hinweis auf Abstandhaltung. Doch keiner der Kinder oder Lehrer hält sich daran. Es wird getobt, Kinder spielen, laufen und liegen oder sitzen in Grüppchen auf Picknick-Decken. Eine enge Schlange von Kindern steht an, um von den Lehrern Pommes und Snacks zu bekommen. Töchterchen Milana fragt mich sofort: „Mama, gibt es in Schweden kein Corona? Warum halten die keinen Abstand?“ Milana bestand darauf, unsere Picknick-Decke in einer einsamen Ecke zu platzieren. Den Kunstunterricht unserer Mädels haben wir auf den Seestrand verlegt, um eine Schildkröten-Skulptur zu bauen. Auch da achten als Einzige nur unsere Kids auf Abstand.

Im Supermarkt haben wir keinen einzigen Mundschutz gesehen und auch hier keine Spur von Abstand halten. Nur die Kassierer tragen Handschuhe. Mit gemischten Gefühlen geht man da in den Laden rein. Wir haben uns gescheut unseren Mund- und Nasenschutz anzuziehen. Eigentlich blöd von uns. Um so mehr haben wir uns vor Besuchern fern gehalten und sind so schnell es geht wieder aus dem Laden geflohen.

So soll es aber nur in Südschweden zugehen, haben wir gehört. Im Norden von Schweden leben die Menschen viel ländlicher und hocken nicht so aufeinander. Die Hochsaison für Touries dauert nur 4 Monate und viele Campingplätze sollen finanzielle Schwierigkeiten haben. Trotzdem haben viele Campingplätze nur für Dauerbesucher geöffnet.

Es gab hier wohl eine große Sterberate in den Altenheimen, da das Land die Pflegekräfte letztes Jahr schon um einiges reduziert hat. Die Pflegekräfte hatten kaum zusätzliche Schutzkleidung und die Besucher gingen ein und aus. So konnte sich der Virus in vielen Seniorenheimen verbreiten.

Optimierung im Van

Es ist eine Kunst im kleinen Van mit 4 Personen die Ordnung zu behalten. Akribisch achten wir darauf, alles wieder an seinen Platz zu legen. Wir wollen also, das was schon zu Hause nie umgesetzt werden konnte, im kleinen Van üben.

Dass wir viel zu viele Sachen haben, wussten wir schon. Jetzt wissen wir auch, welche Sachen wir zu viel haben.

Wir könnten uns unsere zwei großen Kissen sparen. Die Kinder haben zu viele Plüschtiere, die in einem Kissenbezug in der Nacht verstau werden könnten. Das werden wir optimieren.

Eine Schublade haben wir schon von Spielzeug befreit, um Obst und Gemüse zu verstauen.

Unser kleines Kännchen nutzen wir nicht, da wir den losen Tee einfach in die Kanne werfen.

Die zwei Müllbehälter müssen wir loswerden, da sie zu viel Platz einnehmen und wir -hier in Schweden jedenfalls- gleich in die Mülleiner werfen. Die Infrastruktur der Müllentsorgung ist so gut ausgebaut wie in Deutschland. Zwei Mülltüten müssten reichen.

Auch unsere kleine Küchenkommode braucht eine weitere Platte, das werden wir bei Gelegenheit nachrüsten.

Unsere Festplatte ist auch noch nicht installiert. Die benötige ich, um Videos zu schneiden. Alles ist in der Mache.

Es stand die Frage, ob uns das Licht und die Sicht ausreichen würde oder ob wir noch ein weiteres Fenster brauchen. Nun ist sicher. Wir haben genug Licht und die Sicht ist auch super. Da der Sprinter so hoch ist, haben wir eine tolle Sicht auf die Umgebung während der Fahrt. In den paar Tagen schon einen Storch, einen Feldhasen, Rehe etc. gesehen.  Die weite und hohe Sichtweite macht es umso leichter unsere inneren Scheuklappen abzulegen und sich auf die bunte Welt einzulassen.

Es werden sicher noch weitere Optimierungen nötig sein.

Platzmangel?

Wir sind viele Menschen auf kleinem Raum. Einmal ist unser Kind auch schon aus dem Auto gefallen. Es ist eine Mischung an sich aneinander reiben, über die Sitze kriechen und nicht rankommen, wenn die Betten ausgebreitet sind.

Dafür überwiegen die Vorteile von einem kleinen Fahrzeug, das wir über viele Straßen und an viele Plätze fahren können, wo ein Wohnmobil nicht hinkommt. Wir können einfach einparken und auch schnell Strecke zurück legen, wenn wir wollen. Zum Glück sind unsere Kinder nicht so groß. Die einzige leidende ist unsere Hündin Fiona. Schon immer hatte sie eine große Individualdistanz und mag es einfach nicht, wenn es eng wird. Tagsüber sucht sie sich lieber draußen ein Plätzchen. Wir achten darauf sie nicht einzuengen, ihr das so gut es geht gemütlich einzurichten und hoffen, dass ihr verzweifelter Blick bald nachlässt.

Schlafen im Van

Was sehr positiv ist, wir alle schlafen im Auto sehr gut. Wir haben befürchtet, dass unsere Kinder zu wenig Platz haben werden, beim Schlafen unter unserem Bett. Es ist genau das Gegenteil der Fall. „Die Höhle“ ist der Lieblingsplatz bislang. Der Schlafplatz an der Schiebetür ist aber auch schön, da unser Hund Fiona da auch schläft.

Wir haben alle viel Frischluft dank unserer Dachluke. Bald soll es in die Berge gehen. Da soll es noch Schnee geben. Mal sehen, ob wir unsere Standheizung vom Werk brauchen werden und ob diese uns auslangt.

Das Universum meint es gut mit uns

Nun stehen wir an einem weiteren wunderschönen See, wo wir Anne, Jörg & Hund Rudi kennen gelernt haben. Die haben schon eine dreiwöchige Reise durch Schweden hinter sich und haben uns tolle Tipps gegeben. Durch ein inneres Vertrauen haben wir gewusst, das der Weg uns schon leiten wird.

Unsere Mädels lieben Geschichten von der berühmten schwedischen Schriftstellerin. Somit war der Themenpark „Astrid Lindgrens Värld“(Astrid Lindgrens Welt) sehr gewünscht. Da dieser aber erst am 17. Juni öffnet und es sich fast fahrlässig anfühlt, sich gleich in den ersten Tagen mit tausenden anderen Leuten in einen Park zu stürzen, hatten wir ein inneres Dilemma. Genau bei dieser Sorge wurden wir von Anne abgeholt. Sie erzählte uns von dem Elternhaus von Astrid „Astrid Lindgrens Näs“ in Vemmerby. Mit dem Zitronenbaum vor dem Haus, wie man es aus Pippi Langstrumpf Geschichte kennt. Dort soll es schön und gemütlich sein. Auch der Ort Rumskulla, wo die Filme gedreht wurden, sind ganz in der Nähe. Da sind wir schon gespannt drauf und werden mit unseren Kindern auf jeden Fall besuchen.

Auch einige Nationalparks stehen nun auf dem Programm. Es geht also bald in den Norden.

Spätestens jetzt sind wir gefüllt mit innerer Dankbarkeit an das Universum. Der Weg wird uns gegeben, wir begegnen die ersten Menschen die uns mit Ihrer Begeisterung vom Land Schweden anstecken.

Homeschooling funktioniert so gut mit den Kindern. Wir haben überall gutes Netz und das Arbeiten an tollen Spots ist genial. Daran könnten wir uns gewöhnen. Die Stimmung ist super.

Uns ist klar, dass es auch anders zugehen wird. Doch der Start wird uns momentan leicht gemacht.

Aus Camper wird Kunst

Aus einem Camperausbau kann man auch ein ganzes Kunstwerk machen. Unser Sprinter bekommt Farbe und keine Lackierung oder Folie.

Die (un)vernünftige Entscheidung

Da unsere Karosserie schon etwa 15 Jahre gedient hatte, hatte diese auch eine kleine oder größere Roststellen. Den Rost haben wir gründlich abgeschliffen, mit Rostumwandler behandelt und grundiert. Nun mussten wir die Grundierung irgendwie versiegeln, so dass es uns optisch auch gefällt.

Eine ganze Fahrzeuglackierung hätte uns eine Menge Geld gekostet. Eine Folie vielleicht etwas weniger, war uns aber auch noch zu teuer.

Metall-Schutzlack für den Gartenzaun?

Der Metall-Schutzlack verspricht optimalen Schutz und einmaligen Anstrich. Mit Hilfe unserer Freundin, eine fantastische Künstlerin, haben wir ein Umriss auf die Beine gestellt.

https://www.juliakotenko.de/

Wir probierten einige Techniken aus. Die Tupftechnik war optisch die bessere. Da der HAMMERITE Metall-Schutzlack relativ schnell trocknet, haben wir auch keine Sandkörnchen, Staub oder ähnliches in der aufgetragenen Farbe. Da auch Hund und Kinder die ganze Zeit mitgewirkt haben, musste ich keine großen Bedenken haben, dass die Kinder nasse Farbe anfassen.
Nur muss man schnell tupfen und die Farben sollte man nicht offen stehen lassen, da sich ein fester Film am Schwämmchen und der Oberfläche in der Farbdose bildet.

Meditation oder Kunst

Da wir uns für ein aufwändiges Gemälde entschieden haben und alle Ränder mit Krepp-band abgeklebt werden mussten, steckt etwa 30 Stunden Aufwand in diesem Kunstwerk.
Irrsinn, Meditation oder Liebe zum DIY?

Wie alle gelaufen ist, sieh ihr in diesem Video


Tami Hundebox

Mit Hund auf Landweg reisen

Wie können wir unsere Hündin auf dem Landweg verkehrssicher transportieren? Eine wichtige Frage für eine so lange Reise.
Ein Hundegurt ist gesetzlich zugelassen, laut dem ADAC-Crashtest aber mangelhaft. Noch dazu wird der Hund in vielen Ländern als unberechenbare Gefahr angesehen.
Eine Hundebox? Kennt Fiona nicht, erschien für uns Eltern aber als die sicherste Variante. Die typische kantige und sperrige Hundebox, die man kennt, ist für uns keine Option. Denn wir brauchen möglichst viel Platz auf kleinstem Raum und es soll sich doch nach Zuhause anfühlen. Etwas im Kofferraum fest verbauen ist irgendwie auch keine Lösung, denn Fiona soll mit uns teilhaben am Geschehen.

Die Firma SPORT-VIBRATIONS hat uns eine TAMI Backseat M Box empfohlen. Diese ist ein Leichtgewicht, hat zwei Einstiegsmöglichkeiten, ist aufblasbar, faltbar, gemütlich und super dekorativ. Fiona kann damit während der Fahrt sicher reisen und auch wenn wir mal mit dem Flugzeug fliegen, können wir diese Box nutzen.

Erfahrungsbericht

Das Training zur Eingewöhnung an die Hundebox war ein Klacks. Schon nach wenigen Tagen war die Box ihr zu Hause. Sie schläft gerne drin und zieht sich bei zu viel Trubel dorthin zurück. Ein Zeichen dafür, dass sie sich dort geborgen fühlt.

Wohin mit der Box?

Als unser kleiner Camper schließlich fertig war, war nirgendswo einen freien Platz für die Box. Nach ausprobieren und grübeln, haben wir uns entschieden die Box nicht aufzubauen und unsere Hündin während der Fahrt doch am Hundegeschirr mit Hundegurt zu sichern. Keine ideale Lösung, aber das ist unser Kompromiss. Falls irgendwo an den Grenzen oder im Flughafen doch eine Hundebox benötigt wird, finden wir diese in unserer Dachbox auf dem Dachträger. Auch wenn wir irgendwo für längere Zeit Halt machen möchten, können wir die Box hinstellen und Fiona hat ihr liebstes Bettchen bei sich. Das Zubehörset haben wir nicht mitgenommen, denn das Aufblasen mit unserem Kompressor ist auch möglich. Haben wir getestet.

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Solaranlage

Energie aus Sonnenschein

Die Sonne stellt uns Energie kostenfrei zur Verfügung. Das kommt uns zugute, denn wir sind auf unserer Reise vier Personen, die Laptops aufladen, Licht einschalten und einen Kühlschrank benutzen wollen. Und das auch, wenn wir für ein paar Tage am verlassenen See stehen bleiben wollen. Um autark zu sein, benötigen wir eine Solaranlage. Aber was für eine?

Wir sind keine Profis in Sachen Elektrik. Besser gesagt: Wir haben wirklich keine Ahnung. Da wir unseren Van selbst ausbauen, war uns klar: Wir werden es lernen und das Kind schon irgendwie schaukeln. Die Firma Westech-Solar Energy GmbH ist der Profi für Solar. Wir wurden umfangreich und super verständlich beraten. Allerdings passten die Solarmodule von der Größe nicht optimal auf unseren Dachträger. Deshalb haben wir weiter gesucht. Und wer lange sucht, wird findig. Bei der Firma PreVent GmbH haben wir dann genau passende Solarmodule für den Dachträger unseres Vans gefunden.

Besonders wenn man sich in einer Sache gar nicht auskennt, ist es schwierig für sich das passende System zu finden. Da ist man auf jede Hilfe und professionelle Beratung angewiesen. Mit jedem Gespräch, kommt man weiter und jede Idee ist hilfreich. Dran bleiben und nicht aufgeben!

Ein guter Freund hat seine Hilfe angeboten. Er machte uns einen Schaltplan, brachte die nötigen Kabel und Kleinzeug und hat die ganze Elektrik gemacht. Auch wenn man beim Camperausbau alles selbst machen möchte, in dieser Sache fehlte uns Grundverständnis. Deshalb waren wir dankbar, einen Profi an der Seite zu haben. Sonst hätten wir einfach ewig gebraucht und so schick wäre es auch nicht geworden. Danke Viktor!

Veröffentlicht unter Van